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Illegale Ablagerung von Gartenabfällen

Illegale Ablagerung von Gartenabfällen

Müll im Wald ist kein Kavaliersdelikt!

 

Abfälle gehören nicht in die Natur, sondern in die Tonne oder auf den Wertstoffhof

Immer wieder müssen sich erholungssuchende Spaziergänger und Naturfreunde über illegal abgelagerte Pflanzenabfälle, Bauschutt und anderen Müll in Wald und Flur ärgern.

Diese Art der wilden Abfallentsorgung ist aus gutem Grund streng verboten. Denn Abfälle – egal welcher Art – gehören nicht in die Natur!

Müll in der freien Natur schadet der Pflanzen- und Tierwelt sowie dem Boden und dem Grundwasser. Auch Pflanzenabfälle sind weitaus problematischer für die Natur als viele es vermuten. Aus kleineren Ablagerungen entwickeln sich erfahrungsgemäß schnell größere wilde Müllkippen. Jeder kann durch ein umsichtiges Verhalten dazu beitragen, unsere Natur sauber zu halten und die biologische Vielfalt zu erhalten.

 

Pflanzenabfälle bedrohen einheimische Flora und Fauna

Verdrängung einheimischer Flora durch Abfall

Mit dem Eintrag von Samen exotischer Pflanzen durch Gartenabfälle, die ursprünglich als Ziergewächse nach Deutschland importiert wurden, kann die heimische Pflanzenwelt empfindlich gestört werden. Konkurrenzstarke invasive Arten können so heimische Pflanzen verdrängen.

Störung des ökologischen Gleichgewichts

Die Annahme, Pflanzenabfälle würden ohnehin verrotten und seien somit unschädlich für die Umwelt, ist falsch. Im Gegenteil verschandeln Pflanzenabfälle nicht nur das Landschaftsbild, sondern fügen auch dem Naturhaushalt nachhaltigen Schaden zu. Pflanzenabfälle zersetzen sich zwar, reichern aber dadurch den Boden mit großen Mengen unerwünschter Nährstoffe an. Es kommt zur Überdüngung des Bodens. Ungewollte, stickstoffliebende Pflanzen breiten sich in der Folge großflächig aus. Zudem stören Gärung und Fäulnisbildung bei der Verrottung die Mikroorganismen in der Erde und damit den natürlichen Nährstoffkreislauf. Auf diesem Weg können unerwünschte Stoffe, z.B. übelriechende Sickerwässer, in Bäche, Tümpel oder auch ins Grundwasser gelangen.

Wohin mit dem Gartenabfall?

Gartenabfälle, z.B. Rasen-, Hecken- und Baumschnitt, Laub und Blumenabfälle, können im eigenen Garten kompostiert oder beim Wertstoffhof und Gartenabfallsammelstellen entsorgt werden. Pflanzliche Abfälle aus Gärten wie Laub, Gras und Moos dürfen zudem auf dem Grundstück, auf dem sie angefallen sind, zur Verrottung gebracht werden, soweit dadurch keine erheblichen Geruchsbelästigungen verursacht werden – nicht aber in freier Natur. Kleinere Mengen an Pflanzenabfällen gehören ebenso wie trockene Küchenabfälle und pflanzliche Speisereste in den Biomüllbehälter.

Bei illegaler Entsorgung drohen Bußgelder

Die Entsorgung von Müll und Pflanzenabfällen in freier Natur stellt einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Pflanzenabfallverordnung dar. Abfälle dürfen nur in dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen gelagert, behandelt und abgelagert werden.

Nähere Informationen (Abfallfibel usw.) finden sie auf der Internetseite des Landratsamtes Coburg.

 

Illegale Abfallentsorgung – hohe Bußgelder drohen

Eine illegale Abfallentsorgung kann als Umweltstraftat oder als Ordnungswidrigkeit mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Sollte eine unzulässige Abfallentsorgung entdeckt werden, wird unter Mithilfe der Polizei der oder die Umweltsünder/ in ermittelt und ein Verfahren eingeleitet. Zudem können den Verantwortlichen die Kosten für eine ordnungsgemäße Entsorgung der Abfälle auferlegt werden.

Entsprechende Feststellungen über illegale Abfallentsorgungen können der Gemeinde gemeldet werden 09561 8352-23.