• Home
  • Aktuelles
  • Nachrichten

Veröffentlichung Schule Neundorf

Veröffentlichung Schule Neundorf

Der Gemeinderat der Gemeinde Weitramsdorf erklärt hinsichtlich der geplanten Einrichtung der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH in der Schule in Neundorf Teile der nichtöffentlichen Protokolle des Gemeinderates bzw. Haupt- und Finanzausschusses für öffentlich. Ziel der Veröffentlichung ist es, die Entscheidung der Gemeinde transparent und nachvollziehbar für die Bürger zu machen.

 

„Am 12.08.2013 beschäftigte sich der Ferienausschuss erstmals mit der Anfrage der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH nach der Möglichkeit der Verlagerung der Diakoniestation in die Schule in Neundorf. Dies geschah in nichtöffentlicher Sitzung. Bereits in dieser ersten Sitzung wurde herausgestellt, dass es für die Gemeinde wichtig ist, dass den Vereinen weiterhin geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, wenn sich diese finanziell oder zumindest durch Arbeitsleistung an der Erstellung dieser Räume beteiligen. Weiterhin wurde herausgestellt, dass bei der Vermietung ein entsprechend langer Mietvertrag abgeschlossen werden sollte, damit die Kosten, die die Gemeinde in das Gebäude investieren muss, wieder erwirtschaftet werden.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 24.02.2014 wurde der Gemeinderat erstmals über das Ansinnen der Diakonie informiert. Auch in dieser Sitzung wurde vom Bürgermeister mitgeteilt, dass die Mietdauer langfristig, mindestens 20 bis 25 Jahre betragen sollte, damit sich die Investition amortisiert. Auch hier wurde betont, dass das Gespräch mit den Vereinen in Neundorf gesucht werden sollte. Es wurde darüber informiert, dass die Diakonie einen Raumbedarf von ca. 400 m2 hat und dass die Schule insgesamt über eine Nutzfläche von 1.700 m2 verfügt. Bereits in diesem Stadium wurde darüber informiert, dass zeitnah ein Gespräch bei der Städtebauförderung zur Auslotung von Fördermöglichkeiten stattfinden wird.

Zum 01.05.2014 wechselte in Weitramsdorf aufgrund der vorhergegangenen Kommunalwahlen der 1. Bürgermeister. An Stelle von Herrn Christian Gunsenheimer wurde das Amt des 1. Bürgermeisters nun mit Herrn Wolfgang Bauersachs besetzt.

Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung am 30.06.2014 teilte der neue Bürgermeister mit, dass er bezüglich des möglichen Diakoniestandortes in Neundorf Gespräche mit der Regierung von Oberfranken und mit den Vertretern der Diakonie geführt hat. Ein Gespräch mit den Ortsvereinen wird in den nächsten Tagen folgen (Anmerkung: Dieses wurde am 02.07.2014 in der Schule Neundorf geführt). In der Sitzung wurde beschlossen, dass ein Architekturbüro mit der Erbringung der Leistungsphasen 1+2 beauftragt werden soll. Weiterhin wurde beschlossen, dass der 1. Bürgermeister mit den Vereinen aus Neundorf ein realistisches Raumkonzept erarbeiten soll. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde beschlossen, dass das Architekturbüro Norbert Bär aus Altenhof den Planungsauftrag erhält.

Im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung am 28.07.2014 wurde beschlossen, dass das Ingenieurbüro Pfeffer aus Untersiemau mit der Erbringung der Leistungsphasen 1+2 für die Bereiche Heizung, Sanitär und Elektro beauftragt wird. Weiterhin wird in dieser Sitzung darauf hingewiesen, dass man Kontakt mit dem Amt für Ländliche Entwicklung aufnehmen sollte, um auch hier Fördermöglichkeiten abzuprüfen.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 15.09.2014 informiert der Bürgermeister darüber, dass das ALE einen Teil der Baukosten mit einem Fördersatz von 50 %, maximal 130.000,00 €, fördern kann.

In der öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 15.10.2014 stellt Architekt Bär ein Nutzungskonzept für die Schule in Neundorf vor. Das vorgestellte Konzept sieht einen Umbau der gesamten Schule vor. Nach dem Umbau sollten 372 m2 von den Vereinen, 449 m2 von der Gemeinde und 479 m2 von der Diakonie genutzt werden. Es wird mitgeteilt, dass ein Sprecher der Vereine und der Geschäftsführer der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH mit dem Konzept einverstanden sind.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 20.10.2014 präsentiert Architekt Bär seinen Vorentwurf dem Gemeinderat mittels einer Beamerpräsentation. In diesem Vorentwurf ist man davon ausgegangen, dass das gesamte Gebäude erhalten bleibt. Das Ober- und das Untergeschoss des 1. Bauabschnitts der Schule (Gebäudeteil in Richtung Kirche) sollte von der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH und das Ober- und das Untergeschoss des 2. Bauabschnitts (Gebäudeteil in Richtung Alte Poststraße) sollte von den Ortsvereinen genutzt werden. Im nichtöffentlichen Teil dieser Gemeinderatssitzung informierte Herr Bär darüber, dass die Gesamtmaßnahme, so wie er sie in dem vorgestellten Vorentwurf geplant hat, geschätzte Kosten in Höhe von ca. 2.000.000,00 € verursachen würde. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) würde für die Sanierung der Gebäudeaußenhülle einen Zuschuss von 50 % der förderfähigen Kosten, max. jedoch 130.000,00 € gewähren. Für einen Neubau in gleicher Größe würden laut Herrn Bär ca. 3.400.000,00 € an geschätzte Kosten anfallen. In der Sitzung bestand im Gremium Einigkeit darüber, dass die Maßnahme aufgrund des von der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH gebotenen Mietpreises nicht umgesetzt werden kann, da sich die Investition aufgrund des geringen Mietpreisangebotes auch bei Zugrundelegung einer langfristigen Mietdauer nicht amortisiert. Es wird erstmals der Gedanke geäußert, die Schule abzureißen. Es wird darum gebeten die Abrisskosten zu ermitteln. Es wurde beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, zu ermitteln, welcher Mietzins von der Diakoniestation verlangt werden muss, um die Investitionskosten letztlich erwirtschaften zu können. Anschließend sollte ein Gespräch mit der Diakoniestation stattfinden, in dem geklärt wird, ob diese einen Mietzins in der ermittelten Höhe zahlen kann. Die Ergebnisse sind dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung vorzulegen.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 10.11.2014 informiert Architekt Bär darüber, dass die Kosten für einen Komplettabriss des Gebäudes auf ca. 85.000,00 € bis 100.000,00 € geschätzt würden. Die Idee des Abrisses bzw. eines Teilabrisses des Gebäudes wird weiter diskutiert. Es wird darauf hingewiesen, dass auch im Falle eines Abrisses oder eines Teilabrisses Räume für die Vereine zur Verfügung gestellt werden müssen. Man spricht sich dafür aus, dass der Gemeinderat darauf hinwirken soll, dass eine Gesellschafterversammlung einberufen wird, in der man einen Neubau auf dem Grundstück in Neundorf diskutieren soll, da das derzeit von Architekt Bär vorgelegte Sanierungskonzept aus Kostengründen nicht umgesetzt werden kann. Architekt Bär informiert weiter, dass er für die Sanierung der Außenhülle der Schule und das Herrichten für die Diakoniestation einen Kostenanteil in Höhe von 842.000,00 € geschätzt hat.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 17.11.2014 wurde folgender Beschluss gefasst:
„Die Gemeinde Weitramsdorf versucht, dass sobald wie möglich eine Gesellschafterversammlung der Diakonie GmbH einberufen wird, wo die Fragen „Miete und Neubau der Diakoniestation“ entschieden werden.“

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 15.12.2014 informiert der Bürgermeister das Gremium darüber, dass zwischenzeitlich die gewünschte Gesellschafterversammlung stattgefunden hat. In dieser Versammlung wurde vom Geschäftsführer der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH festgestellt, dass die Miete in der Höhe, in der sie die Gemeinde zur Kostendeckung benötigt, von der Diakonie nicht geleistet werden kann. Auch einen Neubau könne und wolle sich die Diakonie nicht leisten. Weiter wurde informiert, dass die Geschäftsführung der Diakonie bis Ende Januar 2015 eine Entscheidungsmatrix erstellen wird, um festzustellen, welcher der weiteren in Frage kommenden Standorte für die Diakonie der beste ist. Der Bürgermeister führte weiter aus, dass jetzt für die Gemeinde Weitramsdorf keine Eile mehr bestehe, da zunächst die Diakonie eine Entscheidung treffen müsse. In dieser Sitzung wird gefordert, dass sich die Gemeinde aufgrund der nun wieder offenen Situation Gedanken über Alternativstandorte in Weitramsdorf machen sollte, damit diese in der Entscheidungsmatrix mit geprüft werden können. Weiter wird vorgeschlagen, zu versuchen, die Baukosten in Neundorf zu reduzieren oder einen Teilabriss durchzuführen, damit das Projekt doch noch realisiert werden kann.

In der Gemeinderatssitzung am 19.01.2015 wird vom Bürgermeister mitgeteilt, dass man von der Diakoniestation heute Unterlagen erhalten hat, die jedoch noch nicht geprüft werden konnten. Aus diesem Grund stehe das Thema heute auch nicht offiziell auf der Tagesordnung. Aus dem Gremium wird in dieser Sitzung festgestellt, dass die Gemeinde ein endgültiges Raumkonzept von der Diakonie benötigt. Auch von den Vereinen wird ein solches gebraucht. Erst wenn diese beiden Raumkonzepte vorliegen, könne weitergeplant und eine Finanzierbarkeit geprüft werden.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 09.02.2015 wurde der Gemeinderat vom Geschäftsführer der Diakonie darüber informiert, dass die Diakonie ihren Flächenbedarf nochmals überprüft hat und eine Fläche von insgesamt ca. 370 m2 in der Schule in Neundorf benötigt. Weiter wird der Gemeinderat darüber informiert, dass es für die Diakonie keine Option ist, in Neundorf selbst ein Gebäude zu errichten. Es wird über die Miethöhte diskutiert und verhandelt. Architekt Bär informiert das Gremium darüber, dass unter Zugrundelegung des neu ermittelten Flächenbedarfs der Diakonie der Nord-West Trakt der Schule, in dem die Sporthalle und der Musikprobenraum untergebracht sind, abgebrochen werden könnte. Die Räumlichkeiten für die Diakonie könnten im Obergeschoss des verbleibenden Gebäudeteils untergebracht werden. Die Räumlichkeiten im Untergeschoss würden für die Vereine bleiben. Die Gesamtkosten der Umbaumaßnahme wurden auf 892.00,00 € geschätzt, wobei der Anteil für die Diakoniestation auf 760.000,00 € geschätzt wurde. Dagegen wurden die Kosten für einen Komplettabriss und lediglich Neubau einer Diakoniestation mit 360 m² Nutzfläche auf 1.360.000,00 € geschätzt.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 16.03.2015 wurde das Gremium darüber informiert, dass am 13.03.2015 ein Termin beim ALE in Bamberg stattgefunden hat, um den Förderrahmen für das Projekt nochmals abzuklären. Es wird informiert, dass man von den von Herrn Bär geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 892.000,00 € ausgegangen ist. Als Ergebnis des Gesprächs wurde folgende Förderperspektive aufgezeigt:

 

Kostengruppe Kosten Diakonie

Kosten Gemeinde

(Vereinsräume)

Förderung ALE
       
Abbruch 20.000,00 € 20.000,00 € 70 %
Bauwerk 364.000,00 € 40.000,00 € 70 %, max. 200.000 €
Technik 132.400,00 € 20.000,00 € 70 %
Außenanlagen 115.600,00 € 30.000,00 € 70 %
Baunebenkosten 128.000,00 € 22.000,00 € anteilig förderfähig

Es ist zu beachten, dass die Kosten, die den Kostengruppen „Bauwerk“ und „Technik“ zuzurechnen sind, mit 70 %, maximal 200.000,00 € gefördert werden können. Insgesamt würde sich eine Förderung für den Diakoniebereich in Höhe von ca. 250.000,00 € ergeben. Für den gemeindlichen Bereich wurde eine Förderung von insgesamt ca. 44.000,00 € ermittelt.

In der Sitzung wird weiter darüber informiert, dass der Bayerische Kommunale Prüfungsverband der Gemeinde Weitramsdorf mitgeteilt hat, dass die Gemeinde für das Gebäude mindestens die ortsübliche Miete verlangen muss. Eventuell könnten ein paar Prozent für die Erfüllung der gemeindlichen Aufgabe der Wohlfahrtspflege in Abzug gebracht werden.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 31.03.2015 wird der Gemeinderat darüber informiert, dass ein weiterer Investor auftritt, der der Diakonie ein Angebot über die Vermietung von Räumlichkeiten außerhalb des Weitramsdorfer Gemeindegebietes machen wird. In der Sitzung wird beschlossen, dass sich die Gemeinde aufgrund der Tatsache, dass nun ein weiterer Investor aufgetreten ist, nochmals um den Standort der Diakonie in Neundorf bewirbt. Weiter wurde beschlossen, dass der Gemeinderat unter der Voraussetzung, dass die Diakoniestation einen Teil der Schule Neundorf anmieten will, dem Umbau des Schulhauses nach den von Architekt Bär vorgelegten Vorentwürfen zustimmt. Zudem wurde beschlossen, dass der Diakoniestation das Obergeschoss der Schule in Neundorf nach den Plänen von Architekt Bär zu einem Mietpreis von 4,75 € pro Quadratmeter zur Miete angeboten wird. Der Mietpreis wird alle fünf Jahre unter Berücksichtigung der Inflationsrate angepasst.

In der nichtöffentlichen Haupt- und Finanzausschusssitzung am 11.05.2015 wird die vom Geschäftsführer der Diakonie erstellte Entscheidungsmatrix verteilt. Der Haupt- und Finanzausschuss wird darüber informiert, dass das Ergebnis der Entscheidungsmatrix für einen anderen Standort spricht und sich die Gesellschaftervertreter in der Gesellschafterversammlung an dieser orientieren. Auch der Geschäftsführer der Diakonie favorisiert den mit Hilfe der Matrix ermittelten Standort. Der Standort Neundorf wird somit zu diesem Zeitpunkt von der Diakonie nicht mehr favorisiert.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 26.05.2015 wird der Gemeinderat darüber informiert, dass ein anderer Standort aufgrund der Entscheidungsmatrix den Vorzug vor Neundorf erhalten hat. Von der Diakonie wurde dem Mitbewerber weitere Zeit eingeräumt, um sein Konzept zu konkretisieren. Sollte sich herausstellen, dass der favorisierte Standort nicht realisiert werden kann, wäre wieder der Standort Neundorf aktuell, da dieser an zweiter Stelle steht. Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, dass das Konzept in Neundorf nachgebessert werden sollte, damit der Standort in der Matrix besser abschneidet. Unter anderem soll das Gebäude so saniert werden, dass es nach der Sanierung aus energetischer Sicht dem Neubaustandart entspricht.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 28.07.2015 wird der Gemeinderat darüber informiert, dass der Haupt- und Finanzausschuss, der sich kurz vor der Gemeinderatssitzung wieder mit dem Thema Schule Neundorf beschäftigt hat, dafür ausspricht, dass die Angelegenheit zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls öffentlich behandelt werden soll. Weiterhin wird in dieser Sitzung beschlossen, dass der Gemeinderat einer geforderten Berichtigung des Mietangebotes an die Diakonie in der Weise zustimmt, dass der Mietpreis unverändert 4,75 € betragen soll, jedoch auf die Inflationsanpassung verzichtet wird. Es soll eine Kaltmiete für 10 Jahre vereinbart werden. Nach Ablauf von 10 Jahren soll eine geringe Anpassung entsprechend der tatsächlich gestiegenen und nachweisbaren Verwaltungskosten erhoben werden.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 14.09.2015 wird dieser darüber informiert, dass der Mitbewerber, dessen Angebot unter dem Blickwinkel der Entscheidungsmatrix sich als das beste für die Diakonie herausgestellt hat und dem der Vorzug vor Neundorf eingeräumt wurde, in der ihm gewährten Zeit kein wertbares Angebot abgegeben hat. Die Gesellschaftervertreter haben in ihrer letzten Versammlung signalisiert, dass für sie nun doch wieder der Standort in Neundorf der beste für die Diakonie ist. Der Geschäftsführer der Diakonie hat in der Gesellschafterversammlung empfohlen, dass das Angebot der Gemeinde Weitramsdorf angenommen werden soll. In der nächsten Gesellschafterversammlung am 23.09.2015 soll ein endgültiger Beschluss über den neuen Standort getroffen werden.

Am 14.09.2015 wird der Haupt- und Finanzausschuss und am 21.09.2015 der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung über die veränderte Situation informiert. Der 1. Bürgermeister wird ermächtigt, in der Gesellschafterversammlung für die Schule Neundorf als zukünftigen Standort der Diakoniestation zu stimmen.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 21.09.2015 wird beschlossen, dass der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die Leistungsphasen drei bis sechs zum Umbau der Schule Neundorf an das Büro Bär zu vergeben, wenn sicher ist, dass die Diakoniestation in Neundorf errichtet wird. Weiter wird die Verwaltung beauftragt, auch die Leistungsphasen drei bis sechs an das Technik-Planerbüro Pfeffer zu vergeben, wenn sicher ist, dass die Diakonie nach Neundorf kommt. Zudem wird die Verwaltung beauftragt, dass Büro Heimrich und Gehring mit den nötigen statischen Berechnungen für den Umbau der Schule Neundorf zu beauftragen, wenn sicher ist, dass die Diakoniestation am Standort Neundorf errichtet wird.

In der nichtöffentlichen Haupt- und Finanzausschusssitzung am 12.10.2015 wird das Gremium darüber informiert, dass sich die Gesellschaftervertreter in der letzten Gesellschafterversammlung nicht für einen Standort ausgesprochen haben. Es wurde kein Beschluss gefasst.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 19.10.2015 werden die Grundrisspläne des Unter- und des Obergeschosses der Schule in Neundorf erläutert. Der Gemeinderat wird informiert, dass die Planungen sowie ein Mietangebot der Gemeinde fristgerecht im August der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach übersendet wurden. Es liegt nun an der Diakonie, eine Entscheidung zu treffen. Sobald die Diakonie sich für den Standort Neundof entscheidet, wird eine Eingabeplanung erstellt. Die Arbeiten können von Seiten der Gemeinde Weitramsdorf unmittelbar nach der Entscheidung der Diakoniestation begonnen werden. In einer Besprechung am 26.10.2015 in der Schule in Neundorf informierte der 1. Bürgermeister die Neundorfer Vereine über den Sachstand.

Nachdem gefordert wurde, dass der Diakonie ein Sonderkündigungsrecht des Mietvertrages nach 10 Jahren eingeräumt werden soll, signalisiert der Gemeinderat in der nichtöffentlichen Sitzung am 14.12.2015 per Beschluss, dass er der Einräumung eines Sonderkündigungsrechts der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH nach 10 Jahren positiv gegenübersteht.

In der Gemeinderatssitzung am 18.01.2016 wird beschlossen, dass zur Vermietung von Büroräumen nach dem Umbau der ehemaligen Schule in Neundorf zunächst ein Mietvertrag auszuarbeiten und mit der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH als zukünftigem Mieter abzuschließen ist. Die Vertragslaufzeit beträgt 30 Jahre. Der Mietzins beträgt 1.800,00 EUR pro Monat zuzüglich Nebenkosten. Dieser Mietzins wird für die Dauer von 10 Jahren ab Beginn des Mietverhältnisses festgeschrieben. Nach Ablauf von 10 Jahren Vertragslaufzeit wird der Diakonie ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Weiterhin wurde beschlossen, dass vor der Formulierung und Unterzeichnung des Vertragswerkes die seinerzeit vom Amt für Ländliche Entwicklung gemachte Zusage der Förderung dieser Sanierung und Umbaumaßnahme an der ehemaligen Schule in Neundorf nochmals vom Amt für Ländliche Entwicklung bestätigt werden soll.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses am 15.02.2016 wurde beschlossen, das Architekturbüro Bär zu beauftragen, die Leistungen der Leistungsphase 3 gemäß der HOAI für den Umbau und die Sanierung der Schule Neundorf zu erbringen. Gleiches wurde für den Technikplaner beschlossen.

In der nichtöffentlichen Haupt- und Finanzausschusssitzung am 15.02.2016 wird das Gremium von Architekt Bär darüber informiert, dass ein weiteres Gespräch mit Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung in Bamberg geführt wurde. Von dort wurde mitgeteilt, dass sich der Fördersatz von 70 %, der im vergangenen Jahr noch für das Projekt gewährt worden wäre, aufgrund der gestiegenen Finanzkraft der Gemeinde auf nur noch 65 % reduziert hat. Die Kosten für die geforderten Außenanlagen werden ungedeckelt mit 65 % gefördert. Auch die Kosten für die Abbrucharbeiten werden weiterhin mit 65 % gefördert. Hier sind die anrechenbaren Kosten nach oben auf maximal 150.000,00 € begrenzt. Eine weitere Information, die dem Gremium gegeben wird, ist, dass die bisher vorgesehene Dacheindeckung mit Trapezblech vom Amt für Ländliche Entwicklung nicht gefördert wird. Es wird eine hochwertigere Stehfalzeindeckung vorgeschlagen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Fachleute aus dem Amt für Ländliche Entwicklung die Auffassung vertreten, dass das Gebäude nicht so ertüchtigt werden sollte, dass es nach der Sanierung dem energetischen Neubaustandart entspricht. Die Aufwendungen hierfür seien wohl unwirtschaftlich und aus diesem Grund nicht sinnvoll.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 21.03.2016 wurde der Mietvertragsentwurf im Gemeinderat durchgesprochen und diskutiert.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 18.04.2016 wurde aufgrund des Änderungswunsches eines Gesellschafters beschlossen, dass mit der Formulierung im Mietvertrag unter § 2, wonach das Recht der Sonderkündigung nach 10 Jahren und in der Folge für jedes weitere Jahr durch den Geschäftsführer der Diakoniestation Weitramsdorf – Seßlach GmbH ausgeübt werden kann, Einverständnis besteht. Es soll von der Verwaltung ein entsprechender, geänderter Mietvertragsentwurf ausgearbeitet werden. Nach Vorlage einer schriftlichen Förderzusage des ALE soll der Mietvertrag mit der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH abgeschlossen werden.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 27.06.2016 wurden von Architekt Bär die neuesten Pläne samt der zugehörigen Kosten vorgestellt. Er informiert, dass ca. 61 – 62 Prozent der gesamten Baumasse der Schule erhalten werden sollen. Der Rest soll abgebrochen werden. Bezüglich der Kosten teilt Architekt Bär mit, dass sich die Gesamtkosten nunmehr auf 1.938.000,00 € belaufen, mit möglichen Einsparungen aber auf 1.765.300,00 € reduzieren lassen. Der Eigenanteil der Gemeinde nach Abzug der Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung beläuft sich dabei auf insgesamt 1.207.475,00 €. Diese Kosten betreffen zu einem Teilbetrag von 906.537,50 € den Bereich der Diakoniestation. Der Teilbetrag von 300.937,50 € betrifft den Gemeindeteil bzw. den Teil, der den Vereinen zur Verfügung gestellt werden soll. Der Eigenanteil der Gemeinde nach Abzug der Förderung hat sich demnach von ursprünglich 596.000,00 € um 611.475,00 € auf 1.207.475,00 € erhöht.

In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 18.07.2016 wurde die Angelegenheit nochmals im Gemeinderat behandelt. In einer Gesellschafterversammlung der Diakoniestation wurde die Miethöhe in Frage gestellt, wenn kein Neubaustandard nach dem Umbau erreicht wird. Ein solcher Neubaustandard hätte nochmals höhere Baukosten nach sich gezogen. Es wurde letztendlich folgender Beschluss gefasst: „Der Gemeinderat der Gemeinde Weitramsdorf beschließt, dass das Projekt „Sanierung der Schule Neundorf zur Einrichtung einer Diakoniestation“ aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt wird. Die Schule wird abgerissen. Die geräumte Fläche wird der Diakoniestation Weitramsdorf Seßlach GmbH zur Errichtung eines Gebäudes angeboten. Weiter wird mitgeteilt, dass die Gemeinde Weitramsdorf bereit ist, mit der Diakonie über die Errichtung eines Neubaus, der dann für die Gemeinde kostendeckend an die Diakoniestation Weitramsdorf- Seßlach vermietet wird, zu verhandeln.“ Der Beschluss wurde den Gesellschaftern entsprechend mitgeteilt.

In der Ferienausschuss-Sitzung vom 25.08.2016 wurde von der Diakonie ein Entwurf zur Unterbringung der Diakoniestation in Dietersdorf vorgestellt. Die Unterbringung sollte in einem Gebäude erfolgen, das ursprünglich für die Einrichtung einer Demenz-WG angedacht war, was jedoch nicht umgesetzt wurde. Für das Gebäude bestand einen Kaufoption durch die Diakonie. Es wurde beschlossen, dass die Gemeinde Weitramsdorf „dem Erwerb des Grundstückes Fl.-Nr. 66 der Gemarkung Dietersdorf und dem Umbau der ursprünglich geplanten Demenz-WG zur Diakoniestation durch die Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach“ zustimmt.“

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Zusammenfassung nachvollziehbar erläutern zu können, dass der Umbau der Schule Neundorf zur Diakoniestation aus rein finanziellen Gründen, die für jeden nachvollziehbar sein dürften, gestoppt wurde. Auch ist es uns wichtig aufzuzeigen, aus welchen Gründen sich die Entscheidungsfindung so lange hingezogen hat. Besonders bedanken möchte sich die Gemeinde hiermit nochmals beim Amt für Ländliche Entwicklung für die gute Unterstützung der Gemeinde während des gesamten Zeitraums, in dem an dem Projekt gearbeitet wurde.

Wolfgang Bauersachs

   1. Bürgermeister